11. Mühlhäuser kleinKUNSTsommer 2022

September 17, 2020 9:31 am Published by

11. Mühlhäuser kleinKUNSTsommer vom 14 bis 17. Juli sowie am 22. und 23. Juli 2022:
Ein bunter Sommermix aus Buchlesung, Musik Geschichten und Satire Open Air im Syndikatshof

Ein lauschiges, kleines, von Sommerblühern eingerahmtes Veranstaltungsterrain lädt auch im Sommer 2022 inmitten der Mittelalterlichen Reichsstadt zu einem bunten Kulturreigen ein. Auf dem Syndikatshof (Neue Straße 11) finden Kulturliebhaber zum „Mühlhäuser kleinKUNSTsommer“ ein breitgefächertes Angebot im Kleinkunstgenre. Bei einem guten Getränk und kleinen Leckereien können die Besucher hier ganz besondere Kulturabende genießen. Dazu gibt es bei dieser 11. Auflage des „kleinKUNSTsommers“ Veranstaltungen in der Kirche St. Marien und in einigen Mühlhäuser Ortsteilen.

 Das Programm:

Donnerstag, 14.07.22, 19:30 Uhr
Lesung und Orgel in
St. Marien: Gunter Emmerlich liest „Fortgeschritten“

„Man muss den Tatsachen ins Auge sehen, auch wenn sie noch so erfreulich sind. Wenn ich früher mit dem Schreiben begonnen hätte, wäre ich wahrscheinlich gar nicht zum Singen gekommen. Singen beseelt, im Idealfall die Zuhörer und den Sänger. Schreiben entlastet die Seele und man ist gezwungen – zumindest manches – bis zum Ende zu denken.“   Gunther Emmerlich

In Gunther Emmerlichs Geschichten rücken Ost und West zusammen. Vielleicht sollten wir uns auch dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung viel öfter ganz persönliche Erlebnisse erzählen, um herauszufinden, dass es mehr Gemeinsamkeiten gibt, als wir ahnen.
Gunther Emmerlich ist ein Grenzgänger mit thüringisch-sächsischen Wurzeln. Da er die Welt gesehen hat, berichtet er kenntnisreich und erfreulich ironisch von seiner Sicht der Dinge. Meinungsstark und dennoch heiter. (Holk Freytag)
Musikalisch wird die Lesung durch den Gewandhausorganisten Michael Schönheit an der Interims-Orgel begleitet.

TICKETS gibt es im Vorverkauf beim Ticket Shop und der Tourist Information.

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14. bis 17.07.22, Syndikatshof Mühlhausen und Mühlhäuser Ortsteile
Geschichten auf dem Spielplatz, in der Schule und auf dem lauschigen Syndikatshof mit Erzählerin Kerstin Otto

Geschichten für Erwachsene von vergnüglich bis erotisch und märchenhaft-fantasievoll für Kinder – damit unterhält Erzählerin Kerstin Otto vom 14. Juli bis 17. Juli 2022 anlässlich des 11. Mühlhäuser kleinKUNSTsommers das Publikum in Mühlhausen und dessen Ortsteilen.

Als „Pirolina Rabenschön“ unterhält sie zunächst am Donnerstag und Freitag (14./15. Juli) die Jüngsten auf dem Mühlhäuser Syndikatshof (geschlossene Dankeschön-Veranstaltung). Dabei nimmt sie die Kinder mit auf eine wundersame, geheimnisvolle Reise zu Königen und Prinzessinnen, Füchsen und Mäusen. Am Samstag und Sonntag ist sie dann zudem erstmals in einigen Mühlhäuser Ortsteilen ebenfalls für die kleinen Zuhörer zu Gast:

  • Samstag, 16.07.2022, 14:00 Uhr Kinderfest in Saalfeld
  • Samstag, 16.07.2022, 16:00 Uhr Spielplatz Grabe
  • Sonntag, 17.07.2022; 10:00 Uhr Schule in Seebach

Die Geschichten sind geeignet für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren. Alle interessierten Familien nicht nur aus den jeweiligen Ortsteilen sind herzlich willkommen. Der Eintritt für die Kinderveranstaltungen ist frei. Um die Finanzierung und nötige Technik kümmert sich die Stadtverwaltung. Mit dem Angebot möchte die Stadt Mühlhausen einen zusätzlichen Beitrag zum Kulturangebot in den Ortsteilen leisten. Drei Orte haben sich bei dieser ersten Auflage für eine Beteiligung entschieden.

Die großen Zuhörer kommen am Freitagabend, 15. Juli 2022, 21 Uhr, auf dem Mühlhäuser Syndikatshof auf ihre Kosten. Mit Geschichten, die mal amüsant, gefährlich oder erotisch, heiter und komisch sind, dann wieder traurig und schön, unterhält Kerstin Otto an diesem Abend das erwachsene Publikum. Ein leichter, beschwingter Abend, der Sie fröhlich und ein wenig weiser in die Nacht entlassen wird. Gönnen Sie sich diese besondere Kulturauszeit in einer lauen Sommernacht im lauschigen Syndikatshof.

Als Erzählerin arbeitet Kerstin Otto schon viele Jahre. Seit der Jahrtausendwende erzählt sie vor Schultafeln, an Kaminfeuern, vor bunten Bücherregalen, neben musealen Schätzen und beiseite geräumten Spielzeugkisten. Am liebsten in der Natur auf Wiesen und unter Bäumen. Nach einem Studium an der Hochschule der Künste in Berlin und wegbegleitenden Begegnungen arbeitet Otto seit 2001 als Erzählerin. Seit den neunziger Jahren ist sie auch Teil einer der ersten Erzähltheatergruppen Deutschlands „FabulaDrama“.

TICKETS für die Erwachsenenveranstaltung gibt es im Vorverkauf beim Ticket Shop und der Tourist Information
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Samstag, 16.07.22, 19:30 Uhr, Open Air im Syndikatshof
3K-Theaterwerkstatt: „Love Letters“ 

Love Letters – eine szenische Lesung über eine lebenslange Freundschaft und eine Hommage an die Kunst des Briefeschreibens
Einen Mann, genannt Andrew Makekepeace Ladd III, eine Frau namens Melissa Gardner und Briefe aus fast 50 Jahren, mehr braucht es nicht, um diese Geschichte zu erzählen, die vom Scheitern einer großen Liebe handelt. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte zweier Menschen, die 1937 harmlos mit einer Einladung zum Kindergeburtstag beginnt und mit einem Briefwechsel ein halbes Jahrhundert später endet. Von Kindesbeinen an schreiben sie sich: zuerst die berühmten kleinen Zettelchen in der Schule und beiläufige Notizen aus ihrem Alltag, später flüchtige Postkarten, aber auch lange Briefe, in denen sie ihre Gedanken, Gefühle und Visionen austauschen.

Andrew, aus bürgerlichen Verhältnissen, macht Karriere als erfolgreicher Jurist und aufsteigender Politiker. Und Melissa, die wohlhabende wahrheitsliebende Künstlerin, versucht, ihren Traum vom Leben zu verwirklichen. In diesen Briefen vertrauen sie sich alles an, mal traurig und nachdenklich, mal wütend oder sehnsuchtsvoll berichten sie über sich. Und obwohl Melissa das Briefe schreiben hasst, teilen sie so ihr gesamtes Leben miteinander. Im wirklichen Leben finden sie jedoch nicht wahrhaftig zueinander, kommen aber auch nie wirklich voneinander los. Und am Ende bleiben nur Sehnsüchte, Fragen und jede Menge Briefe, die vom Scheitern einer großen Liebe erzählen.

Mit seinem Theaterstück „Love Letters“ gelang dem amerikanischen Autor Albert R. Gurney der internationale Durchbruch als Theaterschriftsteller. 1990 wurde sein ungewöhnlicher Briefwechsel für den Pulitzer Preis nominiert, das „Time Magazine“ wählte „Love Letters“ unter die fünf besten Theaterstücke der 1980er Jahre und auch auf deutschsprachigen Bühnen ist das Stück ein zu Recht gespielter Klassiker.
LOVE LETTERS ist eine wunderbare szenische Lesung, die gerade in der Corona Pandemie ihre volle Berechtigung findet: mit viel Abstand zum Publikum und Abstand zwischen den Darstellern. Aber nichtsdestotrotz ist LOVE LETTERS eine der schönsten Theaterstücke über die Liebe und ein berührender Briefwechsel zwischen Mann und Frau.

TICKETS: Telefonische Reservierung unter +49 3601 440937

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Fr, 22.07.22, 21:00 Uhr, Open Air im Syndikatshof
Zucchini Sistaz „Tag am Meer“ – Drei gemüsikalische Schwestern aus Münster

Sommer, Sonne, Swingmusik: Mit ihrem neuen Programm ‚Tag am Meer‘ versprechen uns die Zucchini Sistaz eine kurzweilige Konzertreise gen Küste. Mit sirenenhaft anmutendem Satzgesang rudern die drei sonnigen Gemüter weit hinaus in die Gezeiten der Unterhaltungsmusik.
Elegant und erfrischend tauchen die Ausnahme-Damen des deutschen Jazzschlagers nach der einen oder anderen musikalischen Perle, fischen im Grünen der Musikgeschichte und heben versunkene Schellack-Schätzchen. Mit im Gepäck haben sie wie immer Gitarre, Kontrabass, Trompete und Kinkerlitzchen um ihren zeitgemäßen Sound im Stil der 20er-60er Jahre standesgemäß wie anmutig selbst zu begleiten. Und geplaudert wird natürlich auch, so wie sich das für eine ordentliche Damenkapelle gehört: unterhaltsam, charmant und mit der gebührenden Umschweife!

Dass die Zucchini Sistaz ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen müssen beweisen gemeinsame Tourneen mit u.a. Götz Alsmann, der SWR Big Band, den Geschwister Pfister oder Gerburg Jahnke. Mit rund 100 Auftritten im Jahr haben sie sich eine treue und stetig wachsende Zuhörerschaft erspielt, die das detailverliebte Gesamtkunstwerk ‚Zucchini Sistaz‘ zu schätzen weiß.

Kenner und Liebhaber der gemüsikalischen Unterhaltungskunst kleiden sich mancherorts zum Konzertbesuch sogar in bekennendem Grün… das sehnsüchtig erwartete neue Programm bietet dazu wieder den passenden Anlass. Denn ein ‚Tag am Meer‘ ist fast wie Ferien – Gesangsharmonien, in denen man baden möchte, die eine oder andere unvergessene Sehenswürdigkeit und die schönsten Ohrwürmer als Souvenirs machen den gemeinsamen Abend zu einem herausragendem Konzertereignis.

Die Zucchini Sistaz sind:
Tina ‚La‘ Werzinger – Gesang, Gitarre, Ukulele
Jule Balandat – Gesang, Kontrabass
Schnittchen Schnittker – Gesang, Gebläse und Kinkerlitzchen

TICKETS gibt es im Vorverkauf beim Ticket Shop und der Tourist Information

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Fr, 23.07.22, 21:00 Uhr, Open Air im Syndikatshof
„(Der)SCHLEIM(der)SPUREN“ – Satirische Schnüffeleien von und mit Lothar Bölck

Die Gesellschaft zerfällt… in 75 Prozent Regierte und 25 Prozent Regierende. Die Regierten sind vogelfrei und freilaufend, die Regierenden sind nicht zu fassen und untergetaucht. An einem Ort, der nach ihrem Anteil von 25 Prozent an der Gesamtgesellschaft benannt worden ist. Im Regierungsviertel. Dieses Viertel der Gesellschaft gewährt Politikern, Staatsbeamten und Lobbyisten allerlei Geschlechts Unterschlupf.

Die von diesen Intriganten mit Korruptionshintergrund gebrochenen Versprechen sind gesprochene Verbrechen. Sie lösen Probleme, die keiner hat und problematisieren Lösungen, die niemand braucht. Allerdings, dass ihr Tun und Lassen organisierte Kriminalität sei, ist eine Unterstellung.
Ihre Untaten haben zwar den Anschein, kriminell zu sein, aber dass dabei irgendetwas organisiert abläuft, kann man nun wirklich nicht behaupten. Die Regierenden achten vorsätzlich darauf, für die Regierten keinerlei Beweise zu hinterlassen. Sie sind nicht zu fassen und spielen Unschuld vom Lande.

Doch es gibt einen, der ihnen mit kriminal-listigem Scharfsinn auf der Spur ist und auf die Schliche kommt. Lothar Bölck aus Frankfurt (Oder), einst Pförtner im Kanzleramt an der Pforte D, jetzt der beste inost- bzw. investigative Schnüffler, die laufende Spürnase, der Privatdetektiv mit Beamtenpension. Er ist eine Mischung aus Nick Knatterton, Adrian Monk und Hauptmann Fuchs. Sein Credo: „Alle suchen die Täter. Ich finde die Schuldigen.“ Er beschattet Leute, die im Dunkeln sind.

Die Decke, unter der alle stecken, deckt er auf. Korruption ist für ihn keine Schmierenkomödie, Diebstahl kein gestohlenes Metall und Krötentunnel keine Parteispendenkanäle. Von Lügenbaronen, Dummschwätzern und Meineid-Genossen, die sich allzu leicht ermitteln lassen, fühlt sich sein Gehirn verarscht. Seine Ermittlungserfolge sind zu seinen Lebzeiten schon legendär. Als vor einiger Zeit die besten Geheimdienste der Welt versuchten, das Alter einer Mumie zu erfahren, ermittelte er es in wenigen Stunden. Wie? Die Mumie hat es ihm gestanden. Seine Ermittlungsmethoden sind unorthodox. Um von einem Minister die Wahrheit über einen politischen Skandal zu erfahren, schenkte er ihm einen sprechenden Papagei. Bei seinen Nachforschungen ist er den neuen Medien nicht abgeneigt. Allerdings, wenn er ermitteln will, ob Anna W. die Unwahrheit sagte, ist es ihm nicht egal ob digital oder ob Anna log.

Wenn sie zu den 75 Prozent Regierten gehören und Aufklärung der großen Verbrechen und der kleinen Gaunereien der 25 Prozent Regierenden wollen, dann engagieren sie den satirischen Schnüffler Lothar Bölck an einen Tatort ihrer Wahl. Sie können ihn mieten, leasen und die holde Damenwelt darf ihn sogar rubbeln. Und denken sie dran: Lothar Hugo Bölck ist unbestechlich, aber käuflich. Schließlich muss er sich seine Unbestechlichkeit bezahlen lassen.

TICKETS gibt es im Vorverkauf beim Ticket Shop und der Tourist Information.

 

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This post was written by trabert

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